Fugen selbst reparieren – ein einfaches DIY-Projekt

Mit ein wenig handwerklichem Geschick kannst du beschädigte Fugen selbst erneuern und dein Mauerwerk langfristig schützen.
Maurer
Maurer
3 min
Abgeplatzte oder bröckelnde Fugen sind nicht nur unschön, sondern können auch Feuchtigkeit ins Mauerwerk lassen. In diesem einfachen DIY-Projekt erfährst du, wie du Schritt für Schritt alte Fugen entfernst, neuen Mörtel einbringst und so die Fassade deines Hauses wieder in Schuss bringst.
Johannes Koch
Johannes
Koch

Fugen selbst reparieren – ein einfaches DIY-Projekt

Mit ein wenig handwerklichem Geschick kannst du beschädigte Fugen selbst erneuern und dein Mauerwerk langfristig schützen.
Maurer
Maurer
3 min
Abgeplatzte oder bröckelnde Fugen sind nicht nur unschön, sondern können auch Feuchtigkeit ins Mauerwerk lassen. In diesem einfachen DIY-Projekt erfährst du, wie du Schritt für Schritt alte Fugen entfernst, neuen Mörtel einbringst und so die Fassade deines Hauses wieder in Schuss bringst.
Johannes Koch
Johannes
Koch

Fugen zwischen Ziegelsteinen halten nicht ewig. Mit der Zeit werden sie durch Wind, Regen und Frost beschädigt, was zu Feuchtigkeitsproblemen und Schäden am Mauerwerk führen kann. Zum Glück lässt sich das Problem oft selbst beheben – mit etwas Geduld und dem richtigen Vorgehen. Dieses einfache DIY-Projekt zeigt dir Schritt für Schritt, wie du Fugen selbst reparieren und die Lebensdauer deiner Hausfassade deutlich verlängern kannst.

Wann ist es Zeit, die Fugen zu erneuern?

Ein deutliches Zeichen für sanierungsbedürftige Fugen ist, wenn sie bröckeln, Risse zeigen oder sich leicht mit einem Schraubendreher herauskratzen lassen. Dunkle Flecken oder feuchte Stellen an der Wand deuten ebenfalls darauf hin, dass Wasser durch undichte Fugen eindringt.

Als Faustregel gilt: Überprüfe den Zustand der Fugen alle fünf bis zehn Jahre – besonders an wetterexponierten Fassaden, etwa an der Westseite des Hauses. Je früher du Schäden erkennst, desto einfacher und kostengünstiger ist die Reparatur.

Vorbereitung: Das brauchst du

Bevor du loslegst, solltest du alle Werkzeuge und Materialien bereitlegen. Du benötigst:

  • Fugeisen oder Meißel – zum Entfernen der alten Fugen
  • Drahtbürste – zum Reinigen des Mauerwerks
  • Maurerhammer – zum Lösen harter Fugen
  • Kelle und Fugbrett – zum Auftragen der neuen Mörtelmasse
  • Mörtel – passend zur Art und Härte der Ziegel
  • Wassersprüher – zum Anfeuchten der Wand
  • Schutzbrille und Handschuhe – Sicherheit geht vor

Wenn du unsicher bist, welche Mörtelsorte du verwenden solltest, frag im Baumarkt oder bei einem Fachhändler nach. Für ältere Gebäude empfiehlt sich meist ein weicherer Kalkmörtel, während bei neueren Häusern häufig zementhaltiger Mörtel verwendet wird.

Schritt 1: Alte Fugen entfernen

Beginne damit, die losen und beschädigten Fugen herauszuschlagen. Arbeite vorsichtig mit Fugeisen oder Meißel, um die Ziegel nicht zu beschädigen. Entferne mindestens 1,5 bis 2 cm der alten Fuge, damit der neue Mörtel gut haftet.

Anschließend reinige die Fugen gründlich mit einer Drahtbürste, um Staub und lose Partikel zu entfernen. Eine saubere Oberfläche ist entscheidend für eine dauerhafte Verbindung zwischen Mörtel und Stein.

Schritt 2: Mauerwerk anfeuchten

Bevor du den neuen Mörtel einbringst, befeuchte die Fugen leicht mit einem Wassersprüher. So verhinderst du, dass die Ziegel zu viel Wasser aus dem frischen Mörtel ziehen. Die Wand sollte feucht, aber nicht tropfnass sein.

Schritt 3: Neuen Mörtel einbringen

Mische den Mörtel nach den Angaben auf der Verpackung. Drücke ihn mit der Kelle fest in die Fugen – zuerst in die senkrechten, dann in die waagerechten. Achte darauf, dass die Fugen vollständig gefüllt sind und keine Hohlräume bleiben.

Sobald der Mörtel leicht angezogen hat, kannst du die Oberfläche mit einem Fugeisen glätten. Das sorgt für ein gleichmäßiges und sauberes Erscheinungsbild. Arbeite abschnittsweise, damit der Mörtel nicht zu schnell trocknet.

Schritt 4: Nachbearbeitung und Reinigung

Wenn der Mörtel leicht angetrocknet ist, bürste die Wand vorsichtig mit einer weichen Bürste ab, um überschüssigen Mörtel zu entfernen. Verwende dabei möglichst wenig Wasser, um Verfärbungen zu vermeiden.

Lass die Fugen anschließend mindestens zwei Tage aushärten und schütze sie in dieser Zeit vor Regen – zum Beispiel mit einer Plane. Nach dem Trocknen kannst du die Fassade bei Bedarf mit einem atmungsaktiven Imprägniermittel behandeln, um sie zusätzlich vor Feuchtigkeit zu schützen.

Tipps für ein dauerhaftes Ergebnis

  • Arbeite nicht bei Frost oder direkter Sonneneinstrahlung – beides kann den Mörtel zu schnell austrocknen lassen.
  • Wähle einen Mörtel, der farblich zu den bestehenden Fugen passt, damit die Reparatur unauffällig bleibt.
  • Bei größeren Flächen lohnt es sich, eine Fugenfräse zu mieten – das spart Zeit und Kraft.
  • Kontrolliere die Fugen regelmäßig, besonders nach dem Winter, um kleine Schäden frühzeitig zu erkennen.

Ein kleines Projekt mit großer Wirkung

Fugen selbst zu reparieren ist ein überschaubares, aber sehr lohnendes Heimwerkerprojekt. Mit etwas Zeit und Sorgfalt kannst du dein Mauerwerk nicht nur optisch aufwerten, sondern auch langfristig vor Feuchtigkeit und Frost schützen. So bleibt dein Haus schön und stabil – viele Jahre lang.